Nähen & Podcasts

Es ist soooo kalt draußen. Auch wenn die Sonne scheint, trübt einen manchmal dieser schöne Schein, der Wind ist beißend kalt, die Straßen glatt. Was macht man also in dieser Situation? Im warmen Zuhause bleiben.

Zuhause ist es ja auch ganz heimelig und es gibt neben den gängigen Beschäftigungsmöglichkeiten, die meist mit digitalen Medien und reinstarren zu tun haben, auch noch ganz viele andere schöne, kreative Zeitvertreiber. Zu meinen Winterhobbys zählt beispielsweise das Nähen. Nähen ist eine schöne Kombination aus basteln, designen und eben etwas zusammenbringen. Ich mag es sehr, im Internet nach Schnittmustern zu suchen, verschiedenste Stoffe auszuwählen, Farben zu kombinieren und mich schließlich ans Ausschneiden der Stoffmuster zu begeben, um damit den kreativen Prozess in Gang zu bringen.

Dazu eine Tasse Tee und etwas ganz Neumodisches, aber eigentlich auch nicht: Podcasts. Podcasts sind Serien von Audiodateien, also eigentlich wie ein Blog angelegt, aber eben akustisch. Das Abonnieren und Herunterladen von Podcasts ist immer kostenlos und bei meinem iPhone gibt es beispielsweise die bereits vorinstallierte App „Podcasts“, wo man je nach Themenwunsch schon ganz viele spannende Serien finden kann. Ansonsten könnt ihr aber auch gerne bei YouTube gucken und dort sicher auch eure Wunschthemen finden.

Ach wie gerne habe ich mir als Kind Kassetten angehört und nebenbei gemalt oder gebastelt. Nun gehe ich diesem schönen Hobby erneut nach, nur eben auf Erwachsenenart.

Minimalismus

Besitz verpflichtet. Ich denke, das wird jedem von uns früher oder später einmal bewusst. Je mehr wir haben, desto mehr können wir verlieren. So viele Dinge können kaputt gehen, gestohlen werden, verderben, verrotten oder vielleicht vergessen wir sie auch einfach irgendwo.

Dann ärgern wir uns, wenn eines unserer vielen Besitztümer schaden erleidet oder plötzlich weg ist. Und das macht unser Eigentum zu Ballast. Je mehr wir davon anhäufen, je mehr Last bürden wir uns auf, die wir tragen/beschützen müssen. Wir leben in einer Welt von völligem materiellen Überfluss, in der wir aber auch permanent unter einem sozialem Kaufdruck stehen, sei es durch Werbung oder Mitmenschen, denen man imponieren oder nacheifern will.

Ich habe insbesondere in den letzten zwei Jahren für mich selbst begriffen, dass ich lieber aus diesem Kapitalismus-Laufrad aussteigen möchte. Mein Leben soll nicht von dem Anhäufen von Dingen bestimmt werden, es soll kein Streben nach Besitz sein. Ich möchte keine Anerkennung von Leuten bekommen, weil ich mir dieses und jenes leisten kann, sondern weil ich ein guter Mensch bin, weil meine Persönlichkeit überzeugt oder ich etwas Gutes getan habe. Das ist mein Wunsch.

Natürlich habe ich auch materielle Wünsche und Träume, die ich mir irgendwann einmal erfüllen möchte, aber lange nicht mehr in dem Maße wie ich sie vielleicht früher einmal gehabt habe. Und deswegen überlege ich mir inzwischen vor jedem Kauf, bei dem es nicht um Nahrungsmittel geht, ganz genau, ob ich das WIRKLICH brauche und arbeite in meinem Kopf eine Liste mit Fragen ab:

  • Kann ich auch ohne das Teil leben?
  • Will ich das auch wirklich haben?
  • Habe ich schon etwas, das genauso ist?
  • Wie viel habe ich davon bereits?
  • Wie viele Stunden muss ich arbeiten, um es mir leisten zu können?
  • Wie lange wird es mich glücklich machen?

Komme ich trotz all dieser Fragen, die im Geschäft, mit dem Produkt in der Hand, in meinem Kopf rumschwirren, zu einer Kaufentscheidung, habe ich ein neues, ganz simples System (welches ich natürlich nicht erfunden haben, aber seit Kurzem gewissenhaft anwende), um keinen weiteren Besitz anzuhäufen: Für jedes neu erworbene Teil muss ein Altes weichen. Egal, ob zur Kleiderkammer, auf den Flohmarkt oder eventuell auch in den Müll: Wird etwas neues angeschafft, muss ein altes Teil noch am gleichen Tag aussortiert werden.

Seit ich angefangen habe, zusätzlich einige Dinge in meiner Wohnung in Kartons in den Keller zu packen, um einfach weniger rumstehen zu haben, fühle ich mich viel freier und es gefällt mir auch optisch um einiges besser. Die eigene Wohnung ist ja schon ein bisschen der Spiegel der eigenen Seele, es gibt sogar Wohnraumpsychologie etc. pp und deswegen macht es nicht nur räumlich einen Unterschied, ob alles aufgeräumt und übersichtlich, oder vollgestopft und chaotisch ist, sondern wirkt sich natürlich auch auf das Wohlbefinden und somit den Geist aus.

Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass sich von dem ganzen Ballast, den du nicht wirklich brauchst, zu trennen, der erste Schritt und somit der Einstieg in eine minimalistische Lebensweise ist. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, inwieweit ich diesen Schritt auch auf Dauer umsetzen kann und dann in der Lage bin, eventuell einen ganzen (Lebens-)weg so zu bestreiten. Fortsetzung folgt.

180 Grad Meer

Manchmal brauche ich Bücher in denen nicht viel los ist. In denen einfach ein normaler Alltag geschildert wird, ohne großes Brimborium und ohne viel Dramatik. Das Buch 180 Grad Meer von Sarah Kuttner ist so ein Buch. Als ich noch vor ein paar Tagen in Wien auf schnellem Weg zur U-Bahn war, fiel mir ein schöner kleiner U-Bahn-Buchladen ins Auge und die Pläne, die ich grade noch in Eile erfüllen wollte, mussten erst mal warten. Von den vielen reduzierten und interessanten Büchern, die mitgenommen werden wollten, entschied ich mich letztlich aber ausgerechnet und ausschließlich für dieses.

An Handlung passiert eigentlich so gut wie gar nichts, das Ende ist auch nicht happy oder besonders einfallsreich, aber dennoch hat mir dieses Buch gefallen und bleibt irgendwie in Erinnerung. Vielleicht auch deshalb, weil ich es am Silvestermorgen mit einem herrlichen Becher Kaffee, Sonnenschein im Gesicht und einem Bewusstsein für die aktuelle Leichtigkeit meines Lebens im Wiener Stadtpark gelesen habe. Vielleicht.

Vielleicht aber auch, weil das Leben eben nicht immer die große Dramatik zu bieten hat, weil manche Kapitel im Leben nicht mit einem Happy End abschließen und ich mir das auch hin und wieder gerne mal durch einen Roman bestätigen lasse.

Whatever… 💁🏼‍♀️

Lesevormittag im Wiener Stadtpark

Brauchen wir Silvester?

Das alte Jahr ist abgeschlossen, das Neue noch ganz frisch. An und für sich bedeutet mir Silvester als Event seit einigen Jahren eigentlich nichts mehr. Es ist doch jedes Jahr das Gleiche und außer der Jahreszahl ändert sich absolut nichts, auch wenn es gerne so emotional dargestellt wird und ich mir als Teenie auch immer mit einer gewissen Dramatik eingeredet habe, im neuen Jahr wird alles viel besser und toller und überhaupt ganz anders. Aber seien wir ehrlich, wer wirklich eine Veränderung in seinem Leben möchte, sollte und kann diese jederzeit selbst herbeiführen oder zumindest daran arbeiten und nicht nur am Jahresende davon träumen.

Dem ganzen Feuerwerksgeballere stehe ich inzwischen auch eher skeptisch gegenüber, es ist eigentlich ein Verbrechen an unserer Erde und irgendwie auch an der Menschheit. Die ganzen Böller verursachen nicht nur extrem viel Müll (in Großstädten ist das wirklich tonnenweise Dreck), sondern auch enorm verschmutzte Luft. Das jährliche Silvesterfeuerwerk setzt nämlich rund 4.500 Tonnen Feinstaub frei, das entspricht 15,5 Prozent der Menge, die pro Jahr alle Autos in Deutschland zusammengenommen in die Luft blasen. Außerdem verstört es die Tiere, insbesondere Vögel und am Ende halten sie den Raketenmüll noch für Nahrung und verenden im schlimmsten Fall qualvoll daran. Ein weiterer ebenso wichtiger Negativaspekt ist die Geldverschwendung. Während auf der ganzen Welt zeitgleich Menschen verhungern, ballert unsere Wohlstandsgesellschaft das Geld lieber in die Luft, anstatt es eben diesen Menschen zu geben, wenn es doch scheinbar sowieso über ist. Wenn man sich darüber wirklich einmal Gedanken macht, ist diese Ignoranz eigentlich kaum zu fassen und macht unsagbar traurig. Allein die Deutschen geben jährlich zwischen 100 und 150 Millionen Euro für Feuerwerkskörper aus. Wie viele Menschen könnte man dafür wohl ernähren, ihnen ein Dach über dem Kopf geben oder in Bildung investieren? Tun wir aber leider nicht. Was mir dennoch besonders in diesem Jahr aufgefallen ist, dass bei vielen Menschen die gleichen Gedanken immer mehr in den Vordergrund treten und sich ein Umdenken einstellt. Bei Facebook, Twitter & Co. wurden vor Silvester sehr viele kritische Beiträge zu dem Thema Feuerwerk veröffentlicht und ich hoffe und glaube, dass all diese wirklich einleuchtenden Gründe zeitnah zu einer Veränderung führen werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Feuerwerke bald in den Großstädten und irgendwann auch deutschlandweit verboten werden, wie es bereits in vielen Ländern der Fall ist, zum Beispiel bei unseren Nachbarn, den Dänen.

Was ich an Silvester trotzdem gut finde ist das alte Jahr einfach mal Revue passieren zu lassen und darüber nachzudenken, wie viel man eigentlich erlebt und mit wie vielen glücklichen Momenten man beschenkt worden ist. Ich habe zum Beispiel meine ganzen Fotos, die ich 2018 gemacht habe, angeschaut und daraus einen kleinen Film gemacht. So ist mir dann richtig deutlich geworden, wie lang das Jahr doch tatsächlich war und was ich eigentlich alles gemacht und gesehen habe. Viele Dinge vergisst man leider schnell oder ordnet sie zeitlich schon viel weiter weg ein, sodass die Überraschung bei mir dann doch recht groß war, als ich die vielen vielen Fotos habe ablaufen sehen. Nachdem ich das letzte Jahr dann noch einmal bildlich und gedanklich durchgegangen bin, konnte ich es wie einen abgeschlossenen Vorgang in meinem Büro mit „erledigt“ stempeln und zu den Akten legen. Nicht vergessen, aber dennoch abgeschlossen, bereit für die Bearbeitung eines neuen Falles, das Jahr 2019.

Das königliche Spiel

Normalerweise bin ich nicht der Typ, der gerne Gesellschaftsspiele spielt. Es kostet mich meist sogar echte Überwindung bei solchen Spielen mitzumachen, auch wenn es am Ende dann meist doch nicht so schlimm ist, wie zunächst befürchtet. Meine Eltern mögen diese Art der Unterhaltung auch nicht, vielleicht liegt es also auch daran, dass Spielen in unserer Familie keinen Stellenwert hat. 

Es gibt jedoch ein Spiel, nach dem ich süchtig bin, das nie langweilig wird und welches ich die ganze Nacht hindurch spielen könnte: Schach. 

Ich habe eine Freundin, mit der ich bei unseren Treffen seit geraumer Zeit eigentlich immer Schach spiele, ein Ritual, dass wir beide lieben und dass sich wirklich schön entwickelt hat. Bei einem gemeinsamen Roadtrip im vergangenen Jahr habe ich einfach mal mein hölzerneres Schachspiel eingepackt und so kam es, dass wir unsere Spielfiguren nach kurzer Zeit überall aufstellten. Wir spielten auf Wiesen und Feldern, an rauschenden Bächen in Österreich, auf Halfpipes in coolen Skaterparks, in Wiener Cafés und Venedig. 

Es war toll und sobald eine von uns verlor wurde eine Revanche eingefordert, sodass wir kein Ende fanden und erst mit Einbruch der Dunkelheit von der Halfpipe rutschten, um dann zu merken, dass inzwischen Stunden vergangen waren. 

Strategien zu entwickeln, Gegner abzuwehren und den König irgendwie schachmatt setzen, das fordert den Geist und lässt einen oftmals die Zeit vergessen. 

Außerdem ist es für Winter und Sommer gleichermaßen geeignet. Im Sommer spiele ich gelegentlich mit meinem Mann direkt am Meer, auf einem großen Outdoor-Feld an der Niendorfer Promenade, im Winter auf dem Teppich vor der Heizung. Eine Freizeitaktivität die ich entsprechend zu keiner Jahreszeit missen möchte. 

Falls ihr also Schach spielen könnt und es einfach seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht habt, sucht euch doch einfach mal einen Partner, entstaubt das alte Brett und verliert euch genauso in diesem wundervollen Spiel wie ich. Falls ihr es noch nicht könnt: Lernt es. Mit YouTube & Co. sollte das ja kein Problem sein, oder vielleicht kennt ihr auch jemanden der es euch gerne zeigt und selbst mal wieder Lust auf eine Partie hat. 

Viel Spaß 💕

Wanderweg zum Skandinavienkai

Es gibt in Lübeck & Umgebung unzählige schöne Wanderwege, die ich euch nach und nach gerne alle vorstellen möchte. Heute sind wir in den Lübecker Stadtteil Kücknitz gefahren, genauer gesagt zur Stülper Huk (-> den Begriff findet Google Maps). Das nachfolgende Foto sagt eigentlich schon alles über diesen bezaubernden Ort was man wissen muss, aber für diejenigen, die gerne noch ein paar mehr Informationen haben möchten, bitte schön:

Die Stülper Huk liegt im Naturschutzgebiet des Dummersdorfer Ufers, im Unterlauf der Trave. Aber was ist eigentlich eine Huk? Huk ist Seemannssprache und bezeichnet eine Landzunge, die einen Küstenverlauf unterbricht.

Die Stülper Huk

Von dort startet jedenfalls unsere Wanderung und im Prinzip müsst ihr einfach nur der kleinen pinken Blume folgen (die Tour heißt Dummersdorfer Feld), die im Verlauf des Weges immer mal wieder einen Baumstamm ziert. Es geht die ganze Zeit an der Küste entlang, eingebettet in die hohen Bäume und Sträucher des Naturschutzgebietes. Quasi ein Waldspaziergang am Wasser.

Nach ca. 6 Kilometern erreicht ihr dann den Skandinavienkai und mit ihm einen Aussichtsturm, auf dem sich eine kleine Rast anbietet.

Da es ein Rundwanderweg ist geht danach nicht wieder den Weg, den ihr zuvor gekommen seid zurück, sondern biegt vom Turm kommend rechts ab und folgt dem Mähen der Schafe (die aber vermutlich hin und wieder den Platz wechseln, also folgt ihnen besser doch nicht 🙂 )

Von dort seid ihr dann auch schon wieder auf dem Rückweg und könnt noch ein bisschen die Natur genießen. Alles in allem dauert diese Wanderung ca. 3 Stunden, es sind ungefähr 10 Kilometer zu laufen und daher für uns ein perfekter Sonntagsspaziergang.

Es gibt in diesem Gebiet aber natürlich auch noch andere Wanderrouten oder ihr könnt die Wege auch einfach verkürzen, einen kleinen Einblick dazu seht ihr hier:

Viel Spaß 👫

Das Stichwort heißt Entschleunigung

Wie oft nehmt ihr euch im Alltag bewusst Zeit für euch selbst? Wie oft nehmt ihr euch dann wiederum Zeit für Andere, sei es im Beruf oder in der Freizeit? 

Ich denke bei den meisten von uns ist die Waage ziemlich unausgeglichen, das schwerere Gewicht liegt eindeutig auf der Seite der Anderen. Oft lässt sich das auch gar nicht vermeiden, jeder hat Termine, Vereinbarungen, Verabredungen usw. ohne die der Alltag nicht funktioniert. Oder doch? 

Zur Entschleunigung des Alltags würde ich mir hin und wieder einfach mal meinen Kalender schnappen und schauen, welche Aktivitäten (abgesehen von den beruflich Verpflichtenden natürlich) mir eigentlich wirklich Spaß machen und welchen Aktivitäten ich nur noch aus Routine oder anderen Menschen zuliebe nachgehe. Und hier muss dann auch mal konsequent der Rotstift angesetzt werden, denn ein bisschen mehr Me-Time ist eine Bereicherung für jeden von uns.

Wie soll man sonst auch jemals die höchste aller Bedürfnisstufen -die Selbstverwirklichung- erreichen, wenn vor lauter Alltagsrumgehetze gar keine Zeit mehr bleibt, sich zu fragen, was will ich eigentlich? Was macht mir von Herzen Freude und wie würde ich mich gerne verwirklichen?

Natürlich darf man auch mit den kleineren Dingen zufrieden sein und muss nicht immer gleich nach den Sternen greifen, vor allem wenn man noch gar nicht weiß, welcher eigentlich der richtige Stern für einen ist und wie man ihn dann auch noch erreichen kann. Daher reicht es auch, manchmal einfach nach Hause zu kommen und nur für sich selbst ein gesundes, leckeres Essen zuzubereiten, um dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun und mal nur seinem eigenen Geschmack zu folgen. Danach ein Buch lesen, in der Badewanne entspannen – die Klassiker eben, die uns runterbringen, bei denen wir uns rundum wohlfühlen und die oftmals leider viel zu kurz kommen.

Wann seid ihr das letzte mal nur um eurer selbst Willen planlos durch die Gegend gelaufen, einfach so, ohne Termin und Ziel, nur weil euch grade danach war und die Sonne schien? Wann seid ihr das letzte mal einen ganzen Tag nur euren eigenen Bedürfnissen und Wünschen gefolgt ohne Rücksicht auf euer Umfeld? 

Falls ihr euch diese Fragen nicht beantworten könnt, wird es mal wieder Zeit euch selbst mehr Beachtung zu schenken und den Fokus auf die eigenen Bedürfnisse zu legen. Also los, Termine streichen, durch Ich-Zeit ersetzen und damit happy sein.

Hier noch ein paar Entschleunigung-Tipps für die Küstenkinder unter euch oder solche die es werden wollen:


Muscheln sammeln und danach bei Pinterest nach Bastelideen suchen.

Im Sand liegen, Augen schließen und dem Wellenrauschen lauschen.
Vorbeiziehende Schiffe beobachten und sich an Deck träumen.
Bis zu den Knöcheln barfuß im Meer entlang spazieren.
Drachen steigen lassen am Strand.
Bilder in den Sand malen.
Eine Sandburg bauen.
Möwen füttern.
Durchatmen.

Einfach mal ins Fish-Spa

Füße spielen eine tragende Rolle in unserem Leben. Sie müssen den lieben langen Tag unser gesamtes Gewicht hin und her tragen, kommen kaum an die frische Luft und werden oft genug auch noch in falsches Schuhwerk gequetscht. Wer den eigenen Füßen also mal eine kleine Auszeit gönnen will, der sollte einfach hin und wieder ein Fish-Spa besuchen. Kleine Garra Rufa Fische kümmern sich dort liebend gern um die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Füße. Die Karpfenart wird auch als Doktorfisch bezeichnet, weil sie sowohl für therapeutische als auch kosmetische Zwecke beim Menschen eingesetzt wird.

Grade in den letzten Jahren gab es einen regelrechten Boom im Bereich der Pediküre mit den kleinen Fischen, sodass nunmehr in fast jeder größeren Stadt sogenannte Fish-Spa’s zu finden sind. Am vergangen Wochenende habe ich mit meiner Mutter das Lübecker Fish-Spa in der Wahmstraße 58 besucht und dort herrlich entspannende 1,5 Stunden verlebt.

Nachdem wir noch mal detailliert über die Behandlung aufgeklärt wurden, sind unsere Füße ca. 5 Minuten in einem angenehm warmen Massagefußbad gereinigt worden. Danach ging es auch schon in die warmen Fischbecken (ca. 30 Grad) und die Doktorfische zeigten sofort eifriges Interesse an unseren Füßen. Ich muss dazu sagen, dass die ersten 1-2 Minuten eindeutig Überwindung kosten, da es in dieser Kennenlernphase wirklich enorm kitzelt und man gewillt ist, die Füße schnell wieder aus dem Becken zu ziehen, aber wenn diese kurze Eingewöhnung überwunden ist, fühlt es sich plötzlich ganz wunderbar an. Diese Erfahrung machen jedenfalls die meisten, da müsst ihr also einfach durch 😉

Bei der nachfolgenden (in unserem Fall 45-minütigen) Mikromassage durch die kleinen Fische wurden die Füße dann auf sehr angenehme Art von abgestorbenen Hautzellen und Hornhaut befreit. Beim Abknabbern sondern die Fische ein Sekret namens „Dithranol“ ab, was die Füße sehr  geschmeidig und ggf. auch gesund werden lässt (z.B. bei Neurodermitis-Patienten). Ins Fish-Spa würde ich grundsätzlich zu Zweit gehen, es lässt sich nebenbei nämlich herrlich schnacken (wie man in Norddeutschland so schön sagt) und ein Heißgetränk ist auch noch im Preis von 30 Euro inbegriffen, sodass es auch etwas von Kaffeeklatsch hat.

Zur Abrundung der Fußbehandlung haben wir uns dann noch eine Fußmassage gegönnt, die sogar nur 5 Euro extra gekostet und die Entspannung letztlich perfekt gemacht hat. 

Kürbis-Kokos-Suppe

Zutaten: 
• 1/2 Hokaido-Kürbis (siehe Foto, ca. 1,5 kg)

• 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
• 1-2 kleine Zwiebeln
• 1 Stück Ingwer (ca. Zeigefinger-Größe)
• 400 ml Wasser
• Gewürze: Salz (ca. 3 Esslöffel), Muskatnuss (2 EL), Curry (4 EL)
• Ahornsirup (1 Schuss)

Der absolute Klassiker im Herbst ist natürlich die Kürbissuppe. In Verbindung mit Kokosmilch und Ingwer bekommt der Kürbis leckere Gesellschaft, die perfekt mit ihm harmoniert. Die Suppe ist ganz einfach und schnell zubereitet:

Kürbis putzen (der Hokkaido-Kürbis lässt sich problemlos mit Schale genießen, die Schale ist sogar besonders reichhaltig an Beta-Carotin und somit an Vitamin A), und in kleine, daumengroße Stücke schneiden. Kürbisstücke ca. 20 Minuten in Öl anbraten, nach ca. 10 Minuten gestückelte Zwiebeln und Ingwer beifügen. Anschließend Kokosmilch und Wasser zufügen, nochmals 30 Minuten köcheln lassen. Danach alles pürieren, die Gewürze hinzufügen und eine Schuss Ahornsirup unterrühren. 

Und schon ist das Süppchen fertig. Richtet es doch gerne schön mit Cremefraiche oder Schmand an, das sieht gut aus und schmeckt gleich noch besser.

Dazu schmeckt selbstgebackenes Pita-Brot oder Knoblauchbaguette. 

    Dubrovnik – Game of Thrones hautnah

    Unser diesjähriger Sommerurlaub führte uns nach Kroatien. Bei der Auswahl des richtigen Urlaubsplätzchens stieß ich auf Dubrovnik, eine Stadt, die im Internet als Touristenattraktion und Perle an der Adria gehypt wird. Nicht zuletzt deshalb, weil die weltbekannte Serie Game of Thrones dort gedreht wurde. Also wurde die Serie vorher natürlich noch ausgeliehen und schnell verstand ich, warum Game of Thrones die Massen beigeistert. Menschliche Abgründe, gnadenloses Blutvergießen, aber selbstverständlich auch Liebe und (wenn auch teilweise etwas fragwürdige) Moral vor einer atemberaubenden Kulisse, die ich nun unbedingt mit eigenen Augen sehen wollte. Königsmund äh Dubrovnik wir kommen!!!

    Unser Flug von Hamburg verlief unproblematisch und am Flughafen kommt man ganz einfach mit dem Flughafen-Bus Atlas für umgerechnet ca. 5 Euro pro Person in die 20 km entfernte Altstadt. Es gibt hier zwei mögliche Haltestellen, einmal das Pile-Tor, quasi im Kern der Altstadt und den Busbahnhof, von wo es sich dann in fast alle Stadtteile Dubrovniks weiterfahren lässt. Vor dem Verlassen des Flughafens empfiehlt es sich jedoch noch sein Urlaubsbudget von Euro in Kroatische Kuna zu tauschen. Leider habe ich dies bereits in der Heimat getan und der Wechselkurs war im Nachhinein betrachtet verglichen mit den Flughafen-Wechselstuben sehr schlecht. Also tauscht euer Geld lieber vor Ort.

    Da Kroatien und insbesondere Dubrovnik in der Hauptsaison sehr teuer ist, empfiehlt sich wie so oft, eine Buchung über airbnb. Auch bei Ferienwohnungen sind die Preise nicht grade moderat, aber mit ein bisschen Glück lässt sich doch ein Schnäppchen erhaschen. Ich habe meine Traumferienwohnung ein paar Wochen zuvor um ca. 22.00 Uhr abends gefunden. Das Angebot wurde wenige Minuten zuvor erst online gestellt, die Wohnung war noch gänzlich neu in der Vermietung und den ersten drei Gästen wurde 20 % Rabatt gewährt. Inzwischen hat sich der Vermietungspreis auf 100 Euro/Nacht eingependelt, wir haben die Wohnung allerdings für 62 Euro/Nacht bekommen. Manchmal lohnt es sich also airbnb öfters zu aktualisieren und auch zu ungewohnten Zeiten mal Ausschau nach besonderen Vermietungsangeboten zu halten. In unserer Wohnung auf Zeit angekommen mussten wir dann erst mal diesen Blick auf uns wirken lassen:


    Die Insel, auf die wir dort blickten heißt Lokrum und ein Tagesausflug mit der Fähre kostet 150 Kuna (entspricht ungefähr 20 Euro). Darin enthalten ist neben der Hin- und Rückfahrt auch der Eintritt für die Insel (Lokrum ist ein Naturschutzgebiet). Die Fähre legt bei gutem Wetter (und saisonbedingt) halbstündlich vom Stadthafen Dubrovniks ab. Natürlich haben wir einen Tagesausflug zur Insel gemacht, denn neben den vielen Bade- und Klippenspringmöglichkeiten, gibt es auf der gesamten Insel auch freilebende Pfauen und Hasen zu bestaunen. Wir haben sogar einige Baby-Pfauen bewundern dürfen und einen Pfau, der uns die Pizza aus der Hand stibitzt hat. Ebenfalls interessant ist der Botanische Garten der Insel, mit vielen exotischen Bäumen und Pflanzen. Auch auf Lokrum wurden mehrere Episoden von Game of Thrones gedreht, außerdem steht der „eiserne Thron“ aus der Serie dort und lädt dazu ein, sich einmal selbst wie ein König zu fühlen. Ein Spaziergang zum Fort Royal, dem höchsten (Aussichts-)Punkt der Insel gehört genauso zum Pflichtprogramm bei einem Besuch auf Lokrum, wie ein Sprung von einem der hohen Felsen in den Salzwassersee, der auch totes Meer genannt wird.

    Ein stolzer Pfau am Salzsee

    Worauf ich auf jeden Fall hinweisen möchte, ist die Wichtigkeit von Badeschuhen. Leider sind wir ohne entsprechendes Schuhwerk schwimmen gegangen und dann mehrmals in die gut getarnten Seeigel getreten, die es grade in Kroatien leider öfters zu spüren gibt. Die Stacheln bohren sich schnell unter die Haut und das kann je nach Tiefe sehr schmerzhaft sein. In diesen Fällen empfehle ich, die betroffenen Stellen regelmäßig mit Pflanzenöl zu beträufeln, dadurch wird die Haut weich und der Stachel lässt sich leichter entfernen oder bei Stacheln in den oberen Hautschichten kann man diese gut mit Essig auflösen. Ansonsten wachsen die Stacheln nach ein paar Tagen aber auch meist von selbst heraus, deswegen würde ich mir also grundsätzlich erst mal nicht den Urlaub verderben lassen 😉

    Ein weiteres Highlight von Dubrovnik ist der Hausberg Srd. Auf den 412 Meter hohen Berg kommt man zu Fuß, mit der Seilbahn oder als absoluten Geheimtipp empfehle ich euch die Fahrt mit dem Bus Nummer 17 vom Pile-Tor nach Bosanka. Neben 2 anderen Passagieren waren wir die einzigen Fahrgäste und konnten schon unterwegs viel von der wunderschönen Landschaft des Hinterlandes bewundern. Nebenbei fühlten wir uns wie Einheimische und da wir sowieso täglich ein Tagesticket (24 Std. Gültigkeit ab Entwertung) zum Busfahren gekauft haben (gibt es am Pile-Tor für 30 kn, beim Busfahrer gibt es nur Stundentickets für 15 kn), war die Fahrt dann quasi kostenlos. In dem kleinen Dorf Bosanka, der letzten Station, müsst ihr dann aussteigen und noch ca. 15 Minuten laufen, aber alleine auf dem Weg gibt es unzählige wunderschöne Stellen zum Fotos machen, die auch nicht so stark besucht werden, wie oben an der Bergstation der Seilbahn. Auf dem Rückweg sind wir dann zu Fuß den ca. 1,5 stündigen Wanderweg, der den Weg in Serpentinen hinauf und hinunter läuft, hinabgestiegen. Hier mussten wir immer wieder innehalten und den atemberaubenden Blick genießen. Einfach traumhaft. 

    Mit dem Bus nach Bosanka
    Die Altstadt und die Insel Lokrum aus der Vogelperspektive
    Der romantische Abstieg in den Sonnenuntergang

    Was ihr sonst noch in Dubrovnik tun solltet:

    Flaniert (besonders am Abend) durch die wunderschöne Altstadt von Dubrovnik, die seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und verliert euch in den unzähligen kleinen Gassen, um danach gemütlich vor einem der vielen kleinen Restaurants zu speisen. Wir hatten das Glück durch schicksalhafte Umstände direkt am ersten Abend von einer Kroatin zum Essen ausgeführt zu werden. Es ist immer super interessant, wenn Einheimische über das Leben der Menschen vor Ort berichten und machte den Restaurantbesuch natürlich zu einem ganz besonderen Erlebnis. 

    Paddelt auf einer 3-stündigen Kajaktour (die man sowohl im Internet als auch an den Touristen-Ständen überall in der Altstadt buchen kann) durch in der Gesellschaft eines Kajak-Reiseleiters an den imposanten Stadtmauern vorbei. Überquert die Adria zur Insel Lokrum, danach macht ihr Halt an der Betina-Höhle um zu Schnorcheln und einen kleinen Imbiss (Ausrüstung und Sandwich + Mineralwasser sind im Preis inbegriffen) zu euch zu nehmen. Erfahrung im Kajakfahren ist zwar grundsätzlich nicht erforderlich, aber da der Wellengang doch hin und wieder recht stark sein kann, würde ich mir das im Nachhinein nicht mehr zutrauen. Mir fehlte irgendwann auf Grund fehlender Armmuskulatur einfach die Ausdauer. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, die es für 27,50 Euro/Person zu kaufen gibt (das war die Tour, die wir gemacht haben, es gibt auch noch andere zu unterschiedlichen Preisen). 

    Ansonsten lasst es euch einfach gut gehen, kauft doch mal frischen Fisch auf dem Fischmarkt, schlendert gemütlich den Hafen entlang, schwimmt und schnorchelt im kristallklaren Wasser, füttert die vielen vielen Katzen / streichelt die kleinen Katzenbabys und genießt ganz einfach euer Leben 🙂