Selbstheilungskräfte

Was viele Menschen (zu) schnell als esoterischen Blödsinn abharken, ist in Wahrheit eine unfassbare, faszinierende und wissenschaftlich wieder und wieder belegbare Tatsache: Die Selbstheilung des eigenen Körpers in Bezug auf so ziemlich jede Krankheit. 

Als Selbstheilung bezeichnet man die Fähigkeit des Körpers, Krankheitszustände zu überwinden und wieder gesund zu werden. Das betrifft sowohl die kleinen Wunden, die der Körper eigenständig ohne nötiges Zutun wieder schließt, als eben auch wesentlich kompliziertere Krankheitsbilder.

Der Punkt ist: Unsere Gedanken und geistigen Fähigkeiten können viel mehr erreichen, als die meisten Menschen hierzulande glauben!


Das eigene seelische Innenleben und das Gedankenkonstrukt, das man sich aufgebaut hat und an das man glaubt spielt eine wichtige Rolle, nicht nur für unseren emotionalen Zustand sondern eben auch für unseren Körper, denn schließlich sind Geist & Körper auf dieser Welt untrennbar miteinander verbunden. So lässt sich – und ja, das ist wissenschaftlich bewiesen – beispielsweise das Immunsystem durch den Geist kontrollieren. Zahlreiche Studien belegen, dass sich psychische Belastungen direkt auf das Immunsystem auswirken und damit einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten haben.

Diese Verbundenheit und der Einfluss des Geistes zeigt sich also grob gesagt sehr gut an Menschen, die in ihrem Innersten ziemlich unglücklich sind.

Unglück kann in diesem Zusammenhang viele Gesichter haben. Man ist unglücklich, weil man in einer ungeliebten Partnerschaft steckt oder ungewollt allein ist, unglücklich, weil man sich ausgenutzt fühlt oder weil man nicht wertgeschätzt wird, sich im Job langweilt oder gemobbt wird und eigentlich gerne etwas ganz anderes tun würde, kurz: weil man nicht wirklich das Leben lebt, für das man tatsächlich geschaffen ist.

Häufig ist es sogar so, dass man selbst gar nicht merkt, wie unglücklich man eigentlich ist. Denn mit Hilfe von reichlich Ablenkung (TV, Internet, Konsum, Arbeit, oder Alkohol & anderen Drogen) wird alles, was nicht passt, erfolgreich verdrängt. Andernfalls müsste man sich ja mit den Missständen des eigenen Lebens beschäftigen und – was das Schlimmste ist – etwas daran ändern. Das aber ist unbequem. Lieber das bekannte/vertraute Unglück behalten, als eine Reise ins Neue und Ungewisse antreten. Es könnte schließlich immer noch schlimmer kommen und anderen geht es ja auch noch viel schlechter…

Irgendwann hat die Seele aber genug von dieser Verdrängung und sie sagt zum Körper: „Mach DU mal was, auf mich hört er/sie nicht!“ Und der Körper macht was. Er wird krank – um den Menschen wach zu rütteln. Studien renommierter Wissenschaftler haben ergeben, dass der Anteil von mentalem und emotionalem Stress an Krankheiten bei ca. 85% (inkl. Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, …) liegt. 85 %!!! Wenn wir vom Hausarzt mal wieder Stress als Diagnose für das ein oder andere Wehwehchen bekommen, denken wir meist im Stillen, dass sagen die Ärzte halt, wenn sie einfach keine Ahnung haben woher die Krankheit tatsächlich kommt und wie wir sie wieder loswerden können. Aber es ist tatsächlich in den meisten Fällen der innere Gemütszustand, der schließlich am Körper sichtbar wird. Migräne, Hautkrankheiten und Verdauungsprobleme: Alle diese Erkrankungen können auf das Konto von einer dauerhaft zu hohen Stresshormonausschüttung im Körper gehen. In Stresssituationen wird nämlich ein Protein freigesetzt, das zu Entzündungen führen kann. Selbst für die Entstehung von Krebs ist Stress daher oft mitverantwortlich.

Wenn über Krankheiten in Bezug auf Stress die Rede ist, darf ich hier auch die derzeit als eine der Volkskrankheiten Nr.1 geltende nicht außer Acht lassen: Rund 35 Millionen Menschen in Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO stressbedingt depressiv.

Vereinfacht ausgedrückt bleibt der Körper bei dieser Krankheit dauerhaft im Alarm-Zustand. Depressionen äußern sich dann zum Beispiel in Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit, die mit unerträglicher innerer Unruhe einhergehen. Was tun die meisten Menschen, wenn sie erst mal solche Symptome verspüren? Na ganz logisch, Medikamente schlucken. Heutzutage werden sieben Mal so viele Antidepressiva verordnet wie noch vor 25 Jahren. Die neuesten Statistiken besagen, dass etwa einer von zehn Deutschen in jüngster Zeit unter einer chronischen Depression gelitten hat. Rund die Hälfte der depressiv Erkrankten lassen sich zudem ausschließlich durch den Hausarzt behandeln und das heißt in vielen Fällen: Her mit den Rezepten und dann sehen wir mal weiter. Das Medikamente in den meisten Fällen die Symptome, aber nicht die Ursachen bekämpfen, vergessen die Leute dabei. Wenn man also depressiv wird und als Reaktion darauf anfängt Tabletten zu schlucken, jedoch nichts an seiner Lebenssituation und der inneren Einstellung ändert, bleibt man depressiv und wird obendrauf noch medikamentenabhängig. Außerdem haben so gut wie ALLE Medikamente umfassende Nebenwirkungen, die zu neuen Krankheiten führen (können). In diesem Zusammenhang erscheint es fast schon sarkastisch, dass Antidepressiva bei langfristiger Einnahme depressiv machen (können).  

Bei all der Tabletteneinnehmerei darf auch bitte nicht vergessen werden, dass es nun mal das Geschäftsmodell von Pharmakonzernen ist, mit der Gesundheit der Menschen Geld zu verdienen und es sich hier um einen Billiarden schweren Wirtschaftszweig handelt (der wie alle anderen auch) auf die Erreichung von maximalem Profit ausgerichtet ist.

Auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland bezogen nehmen derzeit circa 53 Prozent ein oder mehrere Medikamente ein, meiner Meinung nach eine ziemlich heftige Zahl. 

Brauchen wir das wirklich?

Sogar die Gesundheitspolitik der Bundesregierung ist übrigens den Interessen der Pharmakonzerne untergeordnet, was die Beeinflussung von Menschen auf diesem Gebiet noch einfacher macht. So war Gesundheitsminister Jens Spahn beispielsweise lange Zeit Lobbyist für die Pharmaindustrie. Lustiger Zufall oder? Ob diese jahrelang gepflegten Kontakte und geldwerten Vorteile wohl Einfluss auf seine Entscheidungen im Bundestag haben? Sicher nicht…

Natürlich werden Menschen permanent durch Medien beeinflusst, wenn nicht sogar am Entschiedensten, deswegen sollte man sich halt auch bei den Medien, die man so den lieben langen Tag konsumiert, immer wieder klar machen, welche Interessen letztlich dahinterstehen und einfach nicht alles glauben. Aber wie immer schweife ich ab, also zurück zum eigentlichen Thema.  

Selbstverständlich ist es nicht NUR die unzufriedene Seele und die ungünstigen Lebensumstände, die zu Krankheiten führen und die Selbstheilungskräfte schwächen. Meist spielen mehrere Faktoren mit rein, wozu auch die Ernährung und die allgemeine Lebensweise gehören. Doch die Seele ist am Ende IMMER mitbeteiligt, und es ist auch sehr oft die Seele, die verhindert, dass man wieder gesund wird – so lange man sich nicht ändert. Doch wie können diese Veränderungen nun konkret aussehen? Wie schaffen wir es auch ohne Medikamente wieder unser inneres Gleichgewicht zu finden und Krankheiten zu besiegen?

Ja ich weiß, die Antwort die jetzt kommt ist ein bisschen unbefriedigend, aber es ist halt so dass wir alle ziemlich verschieden sind und deswegen auch verschiedene Lösungen zum Ziel führen. Ich kann an dieser Stelle nur sagen was mir geholfen hat, zu einer gewissen inneren Ruhe zu gelangen, auch wenn hier sicher wie bei den meisten noch Luft nach oben ist: 


  • Stetige Besinnung auf die Endlichkeit des Lebens, wodurch Alltagsprobleme immer weiter schrumpfen / spirituelle Verbindungen vertieft
  • Wohnortwechsel / Jobwechsel
  • Reduzierung der Arbeitszeit (ganz wichtiger Punkt)
  • Minimalismus leben (Kapitalismus hinterfragen und lernen, dass materielle Dinge niemals langfristige, tiefe Zufriedenheit auslösen können)
  • Gartenarbeit
  • Meditation
  • regelmäßiger Sport (aber dennoch ohne feste/verpflichtende Termine; daher Fitnessstudio / Pilates-Kurse als mehrmaliges Wochenangebot)
  • viel frische Luft und Bewegung in der Natur (kein Problem wenn mehr Freizeit vorhanden ist)
  • Kontakte mit Menschen, die einem nicht guttun, abbrechen und durch neue, die besser passen, ersetzen
  • viel lesen
  • schreiben / bloggen
  • mindestens alle zwei Wochen ans Meer fahren, dort einfach ne Weile im Sand sitzen und auf den Horizont blicken, dabei tief 3 x durchatmen 🙂
  • oft selbst kochen / gesündere Ernährung
  • direkt nein sagen, wenn ich etwas nicht will


Wir sollten halt alle nicht vergessen, dass die meisten Krankheiten eben nicht organisch sind und tatsächlich auf Stress und unserem unruhigen Innenleben beruhen, sodass wir selbst einen Großteil der Verantwortung für unseren Körper tragen.


Die Welt in der wir leben ist so anspruchsvoll, hektisch und fordernd, dass es hin und wieder gut tut, einfach mal auszusteigen. Versucht langfristig ein Leben zu führen, von dem ihr nicht an 30 Urlaubstagen im Jahr fliehen müsst. Es ist viel wichtiger sich einen erfüllten (nicht gefüllten!) Alltag zu gestalten, anstatt nur auf die freien Tage hinzuarbeiten. Urlaub soll zusätzliche Horizonterweiterung oder einfach mal Perspektivwechsel sein, aber nicht das einzig noch vorhandene Glücksgefühl. Deswegen ändert euer Leben wenn es euch – so wie es derzeit ist – nicht gefällt oder euch sogar krank macht. Bewusste Veränderungen bewirken in den meisten Fällen etwas Gutes und nichts, wovor man Angst haben muss. In diesem Sinne, bleibt gesund.

Seid gut zu euch selbst und alles wird gut.

Meerliebe


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