Ode an den Garten

Ode an den Garten

Jeden Tag veränderst du dich, jetzt im Frühling zeigst du mir erstmals dein schönstes Gesicht.

Vorbei sind die kahlen Zeiten mit nackten Ästen und tristem Braun, der frisch gepflanzte Weinstock ragt bereits fleißig am hölzernen Zaun. 

Ja du machst mir viel Arbeit, ich kanns nicht bestreiten, anstatt zu relaxen lass ich mich von dir permanent zum rumwuseln verleiten. 

Unkraut rausreißen, gießen und pflanzen, während die Bienen im Apfelbaum tanzen. Doch dann halte ich inne und schaue hinauf, höre das Summen und nehm es in Kauf. Das Gärtnern erfüllt mich, denn trotz Schmerzen im Rücken, konnte mich die Natur noch nie so entzücken. 

Ich habe erstmals die Saat in den Boden gelegt und wenn sich daraus plötzlich ein kleines Pflänzchen regt, ist das doch letztlich die schönste Art der Produktivität. Zu sehen dass man erntet, was man sät und das auch noch im eigenen Beet, während der Wind von der Küste her weht und man einfach fasziniert im Garten rum steht. Stresshormone werden hier mit Leichtigkeit abgebaut, oh Garten du nimmst mich gefangen, meine alltäglichen Sorgen werden im satten Grün erst gar nicht laut.  

Deine Natur zu beobachten, in all ihrer Pracht und wenn man es sich schließlich mit einem Buch unter den Magnolien gemütlich macht, kann nichts anderes passieren, als das die Seele lacht und aufatmet in dieser stressigen Welt, oh Garten du bist es der alles zusammenhält.



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