Einfach schwimmen?

Einfach schwimmen?

Jetzt im Hochsommer, bei Temperaturen die oft über der 30 Grad Marke liegen, haben viele Menschen nur einen Gedanken: Abkühlung. Und wo kriegt man die besser als im Schwimmbad? Richtig, in der Natur.

Ich persönlich gehe seit geraumer Zeit nicht mehr in Schwimmbäder und auch Freibäder mochte ich schon früher nur bei Regen, wenn so gut wie keine Leute da waren und man in völliger Ruhe seine Bahnen ziehen konnte. Meine Abneigung gegen öffentliche Bäder hat tatsächlich mehrere Gründe, unter anderem ist es mir aber einfach zu laut und mir gefällt der Gedanke „Menschensuppe“ nicht. Wenn es beim reinkommen schon so beißend nach Chlor riecht, fühle ich mich direkt an den verhassten Schulschwimmunterricht erinnert und das alleine weckt tatsächlich jedes Mal allerhand negative Assoziationen.

Neulich habe ich zudem einen Artikel über Schwimmbäder gelesen in dem erklärt wurde, dass je stärker es nach Chlor riecht, sich umso mehr Harnstoffe im Wasser befinden. Die Chemikalie Chlor ist nämlich eigentlich völlig geruchslos, der fiese Geruch entsteht eben nur in Verbindung mit menschlichem Harnstoff. Da mir noch kein Schwimmbad ohne Chlorgeruch untergekommen ist, heißt das konkret, die Menschen schwimmen im Pipi von Kleinkindern, inkontinenten Senioren oder auch Leuten, die einfach zu faul sind auf Toilette zu gehen. Nein danke. 

Aber so sehr ich Schwimmbäder auch meide, umso mehr liebe ich das Schwimmen in der Natur: Keine Wände, ein weiter Himmel, ursprünglicher, freier, entspannter. Und welcher Ort eignet sich dafür besser als Lübeck?! 

Natürlich ist man auch hier nicht immer völlig alleine und es gibt sicher auch den ein oder anderen Schwimmer, der mal eben ins Wasser macht, aber lustigerweise bildet der Harnstoff – beispielsweise in einem See – Nährstoffe für Algen und ein erhöhter Nährstoffgehalt führt wiederum zu einem erhöhten Fischaufkommen. Aber für den See hat es aus ökologischer Sicht auch Nachteile (je nachdem wie groß der See eben ist), wohingegen Harnstoff im Meer überhaupt keine negativen Aspekte vorweist und auch hier für das Wachstum der Wasserpflanzen sorgt. 

Die Mengen von menschlichem Urin sind in Flüssen, Seen oder dem Meer leztlich aber auch verschwindend gering und nicht mal annähernd messbar, sodass man sich da – im Gegensatz zum Schwimmbad – überhaupt keine Gedanken machen muss. Dennoch ist es natürlich auch in freier Natur eklig und gehört sich einfach nicht, das brauche ich ja nicht noch mal erwähnen.

Also noch mal kurz und knapp zusammengefasst: Wenn ich schwimme, dann draußen. Und die schönsten Badestellen dazu (in und um Lübeck) möchte ich euch in meinem nächsten Eintrag vorstellen. Bis dahin: Fröhliches Schwimmen 🙂



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