Das Stichwort heißt Entschleunigung

Wie oft nehmt ihr euch im Alltag bewusst Zeit für euch selbst? Wie oft nehmt ihr euch dann wiederum Zeit für Andere, sei es im Beruf oder in der Freizeit? 

Ich denke bei den meisten von uns ist die Waage ziemlich unausgeglichen, das schwerere Gewicht liegt eindeutig auf der Seite der Anderen. Oft lässt sich das auch gar nicht vermeiden, jeder hat Termine, Vereinbarungen, Verabredungen usw. ohne die der Alltag nicht funktioniert. Oder doch? 

Zur Entschleunigung des Alltags würde ich mir hin und wieder einfach mal meinen Kalender schnappen und schauen, welche Aktivitäten (abgesehen von den beruflich Verpflichtenden natürlich) mir eigentlich wirklich Spaß machen und welchen Aktivitäten ich nur noch aus Routine oder anderen Menschen zuliebe nachgehe. Und hier muss dann auch mal konsequent der Rotstift angesetzt werden, denn ein bisschen mehr Me-Time ist eine Bereicherung für jeden von uns.

Wie soll man sonst auch jemals die höchste aller Bedürfnisstufen -die Selbstverwirklichung- erreichen, wenn vor lauter Alltagsrumgehetze gar keine Zeit mehr bleibt, sich zu fragen, was will ich eigentlich? Was macht mir von Herzen Freude und wie würde ich mich gerne verwirklichen?

Natürlich darf man auch mit den kleineren Dingen zufrieden sein und muss nicht immer gleich nach den Sternen greifen, vor allem wenn man noch gar nicht weiß, welcher eigentlich der richtige Stern für einen ist und wie man ihn dann auch noch erreichen kann. Daher reicht es auch, manchmal einfach nach Hause zu kommen und nur für sich selbst ein gesundes, leckeres Essen zuzubereiten, um dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun und mal nur seinem eigenen Geschmack zu folgen. Danach ein Buch lesen, in der Badewanne entspannen – die Klassiker eben, die uns runterbringen, bei denen wir uns rundum wohlfühlen und die oftmals leider viel zu kurz kommen.

Wann seid ihr das letzte mal nur um eurer selbst Willen planlos durch die Gegend gelaufen, einfach so, ohne Termin und Ziel, nur weil euch grade danach war und die Sonne schien? Wann seid ihr das letzte mal einen ganzen Tag nur euren eigenen Bedürfnissen und Wünschen gefolgt ohne Rücksicht auf euer Umfeld? 

Falls ihr euch diese Fragen nicht beantworten könnt, wird es mal wieder Zeit euch selbst mehr Beachtung zu schenken und den Fokus auf die eigenen Bedürfnisse zu legen. Also los, Termine streichen, durch Ich-Zeit ersetzen und damit happy sein.

Hier noch ein paar Entschleunigung-Tipps für die Küstenkinder unter euch oder solche die es werden wollen:


Muscheln sammeln und danach bei Pinterest nach Bastelideen suchen.

Im Sand liegen, Augen schließen und dem Wellenrauschen lauschen.
Vorbeiziehende Schiffe beobachten und sich an Deck träumen.
Bis zu den Knöcheln barfuß im Meer entlang spazieren.
Drachen steigen lassen am Strand.
Bilder in den Sand malen.
Eine Sandburg bauen.
Möwen füttern.
Durchatmen.

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