Lübecks leckerstes Fast Food

Essen hat für mich einen hohen Stellenwert. Und obwohl ich gerne und oft koche, muss es hin und wieder auch mal ein Schnellimbiss sein. Denn manchmal habe ich dann doch keine Lust erst den Herd anzuschmeißen, zum Beispiel dann, wenn mich mal ein akutes Hungergefühl direkt nach der Arbeit überkommt und ich erst aufwendig einkaufen gehen müsste, weil der Kühlschrank leider schon wieder leer ist. Also treffe ich mich circa einmal die Woche in der Mittagspause mit meinem Mann auf der Altstadtinsel zum schnellen Schlemmen. Weil seine Mittagspause und natürlich auch unser Portmonee nicht allzu lange/viel ausgereizt werden soll, fällt die Wahl eigentlich immer auf etwas schnelles.

Da man unter Fast Food Restaurants aber nicht nur die gängigen Ketten wie Burgerking und McDonalds versteht (sondern allgemein Produkte, bei denen zwischen Zubereitung und Übergabe einfach weniger als zehn Minuten liegen) und wir uns auch nicht all zu ungesund ernähren wollen, haben wir da viel bessere Alternativen entdeckt, die ich euch jetzt vorstellen möchte. Das Ranking ist zufällig und nicht nach Besten-Hierarchie geordnet und beinhaltet bewusst nur Restaurants direkt auf der Altstadtinsel.

  • Kleines Nudelhaus, Fleischhauerstr. 14 (die hausgemachten Nudelgerichte sind vielfältig, lecker und preiswert (4,50-5,50 €). Nudelart, Soße und Käse kann man selbst wählen. Die kurze Wartezeit und der lustige Betreiber mit seinem österreichische Dialekt runden den Besuch ab)
  • Al Salam, Dr.-Julius-Leber-Str. 22 (hier gibt es mega leckere Sharwarma- und Falafel-Sandwiches für 3 €)
  • Café Erdapfel, Markt 1 (wer Kartoffeln und vegetarisches Essen mag, wird es hier lieben. Die Ofenkartoffeln werden kreativ belegt und machen extrem satt)
  • Fangfrisch, An der Untergrabe 51 (Fischbrötchen to go und alles rund um die gesunden Meeeresbewohner)
  • Merhaba, Schlüsselbunden 18 (werktags türkisches Mittagsbuffet für 7,50 €)
  • Sultan Palast, Mühlenstr. 64 (super leckerer Döner, rund 4 €)
  • Suppentopf, Fleischhauerstr. 36 (Suppen und Eintöpfe zum fairen Preis, besonders im Winter herrlich erwärmend. Mittagstisch aber nur Dienstag und Mittwoch)

Pita-Brot

Dieses selbstgemachte Pita-Brot schmeckt wirklich unglaublich gut und ist ganz simple gemacht. Ihr benötigt dazu:

  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 Tasse Wasser 
  • 1 EL Salz
  • 1 Schuss Olivenöl 

Mehl und Trockenhefe miteinander vermischen, danach Salz und schließlich Wasser und Olivenöl zufügen. Alles gut durchkneten und den fertigen Teig 2-3 Stunden gehen lassen (mit Handtuch abdecken). 

Nachdem der Teig gegangen ist 

Anschließend handtellergroße Kugeln formen und diese zu dünnen Teigplatten ausrollen. Eine Pfanne auf dem Herd und den Ofen (Oberhitze, 200 Grad) erhitzen und die Brotfladen zunächst 1-2 Minuten in der Pfanne erhitzen, bis die Unterseite leicht braun geworden ist und danach sofort in den Ofen schieben. Wenn die Pitas aufgegangen sind können sie aus dem Ofen genommen und verzehrt werden. 

Dazu schmecken Dips oder man kann die Pitas auch ähnlich wie Döner mit Salat und Fleisch füllen, je nach Geschmack. 

Orientalische Hackfleischpfanne

Wenn’s mal wieder schnell gehen, aber dennoch schmack- und nahrhaft sein soll, empfehle ich euch folgendes Hackfleischgericht: 

  • 500 g Rinderhack
  • 1 Dose gehackte Tomaten 
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Paprika (rot) 
  • 2 Tomaten 
  • Salz, Pfeffer und das wichtigste Gewürz: 7 Gewürze-Mischung (gibt es in jedem gut sortierten Türkischen/Arabischen Markt)

Die gehackten Zwiebeln und das Hackfleisch in etwas Öl/Butterschmalz anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach Paprika zufügen, dann Tomaten und gehackte Tomatendose hinzugeben, alles einige Minuten vor sich hin köcheln lassen und schließlich kräftig mit dem 7 Gewürze-Mix abschmecken. 

Dazu schmeckt Reis, Couscous oder auch Kartoffeln und ganz wichtig bei arabischen Gerichten: Naturjoghurt. 

Schokokuchen mit Äpfeln

Zutaten für einen Kuchen:
. 125 g Butter oder Margarine
. 125 g Zucker
. 1 Packung Vanillezucker
. 2 Eier
. 200 g Mehl (am besten Dinkel oder Vollkorn)
. 1/2 Packung Backpulver
. 1 kleine Tasse Milch
. 2-3 Esslöffel Kakaopulver
Variabel nach Geschmack:
. Äpfel, Birnen, Wildbeerenmix, Kirschen…
. Haselnusskrokant oder andere Nussvariationen

Zubereitung:

Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig schlagen, danach Eier zugeben und zu einer schaumigen Masse verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zufügen. Milch nach Bedarf zusammen mit dem Kakao (Back- oder Trinkkakaopulver) unterrühren. 

Danach kann der Grundteig beliebig mit Früchten, Nüssen etc. verfeinert werden. 

Ab in die gefettete Form und dann in den Ofen. Bei 180 Grad Umluft ca. 30 Minuten backen. 

Guten Appetit 🙂 

                        

Kürbis-Kokos-Suppe

Zutaten: 
• 1/2 Hokaido-Kürbis (siehe Foto, ca. 1,5 kg)

• 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
• 1-2 kleine Zwiebeln
• 1 Stück Ingwer (ca. Zeigefinger-Größe)
• 400 ml Wasser
• Gewürze: Salz (ca. 3 Esslöffel), Muskatnuss (2 EL), Curry (4 EL)
• Ahornsirup (1 Schuss)

Der absolute Klassiker im Herbst ist natürlich die Kürbissuppe. In Verbindung mit Kokosmilch und Ingwer bekommt der Kürbis leckere Gesellschaft, die perfekt mit ihm harmoniert. Die Suppe ist ganz einfach und schnell zubereitet:

Kürbis putzen (der Hokkaido-Kürbis lässt sich problemlos mit Schale genießen, die Schale ist sogar besonders reichhaltig an Beta-Carotin und somit an Vitamin A), und in kleine, daumengroße Stücke schneiden. Kürbisstücke ca. 20 Minuten in Öl anbraten, nach ca. 10 Minuten gestückelte Zwiebeln und Ingwer beifügen. Anschließend Kokosmilch und Wasser zufügen, nochmals 30 Minuten köcheln lassen. Danach alles pürieren, die Gewürze hinzufügen und eine Schuss Ahornsirup unterrühren. 

Und schon ist das Süppchen fertig. Richtet es doch gerne schön mit Cremefraiche oder Schmand an, das sieht gut aus und schmeckt gleich noch besser.

Dazu schmeckt selbstgebackenes Pita-Brot oder Knoblauchbaguette. 

    Ist BIO wirklich besser?

    Laut einer aktuellen Studie kaufen 94 Prozent der deutschen Haushalte regelmäßig Bioprodukte. Unser Haushalt auch, denn ich will meinen Körper schließlich gesund ernähren und auch keine Massentierhaltung mit dem Kauf dieser leidgeplagten Tiere unterstützen. Da Bioprodukte aber meist zwischen 30 – 40 Prozent teurer sind als herkömmliche Produkte, greife ich, um mein Gewissen zu beruhigen und gleichzeitig den Geldbeutel zu schonen, auch öfters mal auf die Bioprodukte von Discountern wie Lidl und Aldi zurück. Das Biosortiment dieser Ketten ist wiederum bis zu 30 Prozent billiger als das des kleinen familiengeführten Bioladens um die Ecke. Natürlich macht da die Masse den Preis, aber eben auch die geringeren Standards der Biobetriebe, die oftmals gar nicht wesentlich höher liegen, als bei nicht-bio Produkten. Der Verbraucher wird also gewissermaßen reingelegt und das gekaufte Hühnchen hat dann vielleicht trotz Bio-Siegel am Ende niemals Tageslicht gesehen und ein Leben, eingequetscht zwischen hunderten Artgenossen und vollgepumpt mit Antibiotika, geführt.



    
Da denkt man beim Einkaufen aber oftmals gar nicht drüber nach, sondern freut sich erst mal über den WinWin-Effekt von kleinem Preis und Bioqualität. Normalerweise müsste bei den Bioprodukten ja auch ein Geschmacksunterschied festzustellen sein, schließlich bedeutet bio auch Frische, da z.B. weniger Konservierungsstoffe eingesetzt werden und somit eine verminderte Haltbarkeit eintritt. Aber mir persönlich erschließt sich dieser Geschmacksunterschied bei Discountware leider überhaupt nicht. Das ist mir leider erst jetzt aufgefallen, da wir am vergangenen Wochenende bei einem urigen Bio-Bauernhof eingekauft haben, der vor Ursprünglichkeit und Naturliebe nur so trotzt. Die Hühner und Milchkühe laufen einem quasi über die Füße und das Ambiente im Hofladen ist rustikal und ländlich (siehe Foto).

    Der Besitzer, ein etwas verrückter Althippie erklärte mir plötzlich, welches Gourmet-Öl zu meiner Aura passt, aha okaaaay. Ich bin aufgrund meines nordischen Typs der Kategorie „Senföl“ zuzuordnen und dieses Öl unterstützt Körper und Geist. Dass ein Öl zur Aura passt oder eben nicht („Essen Sie bloß nie wieder Olivenöl, das zerstört Ihren Energiehaushalt“), finde ich jetzt etwas weit hergeholt, aber für Naturheilkunde interessiere ich mich trotzdem und da will ich mich in Zukunft auch noch weiter mit beschäftigen. Der Biohof besitzt jedenfalls eine eigene Ölmühle und produziert hochwertige Pfanzen-Öle in Rohkost-Qualität. Obwohl ich eigentlich keine 6,00 Euro für 100 ml Öl ausgeben wollte, hat mich der Geschmack meines Aura-Senföls einfach umgehauen und ich musste es haben. Ich finde das grade so dermaßen lecker, dass ich es verzehre, indem ich es mir einfach auf den Esslöffel träufele und ohne Beilagen genieße. Ich glaube, ich könnte die ganze Flasche auch einfach exen, aber dann würde meine Aura wahrscheinlich in den krassesten Farben explodieren. Scherz beiseite, was mir früher auch nicht bewusst war, native bzw. kaltgepresste Öle sind extrem gesund, denn durch die schonende Herstellung bleibt ein Großteil der Geschmacksstoffe, Vitamine und ungesättigten Fettsäuren erhalten. Deswegen sollte man auch ruhig mal ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, wenn es um den Ölkauf geht, es lohnt sich auf jeden Fall.

    Am Ende wanderten noch selbst gepresster Apfelsaft, Rohmilch von per Hand gemolkenen Ziegen, Honig von den eigenen Hof-Bienen und eine große Tüte frisch ausgegrabener Kartoffeln in unseren Einkaufskorb. Die Kartoffeln habe ich noch am gleichen Abend zubereitet und ich muss sagen, dass ich noch nie dermaßen leckere Kartoffeln gegessen habe, ein wahres Wunder an Geschmack. Ich habe das Gefühl, ich weiß jetzt erst, wie Kartoffeln in ihrer Ursprünglichkeit wirklich schmecken, weil ich mich schon lange an die Discount-Kartoffeln (bio) gewöhnt hatte.

    Ich empfehle daher jedem, der diesen Artikel ließt, öfters mal im Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder den kleineren, regionalen Bioläden einzukaufen, denn man tut nicht nur Umwelt und Tieren etwas zuliebe, sondern definitiv auch sich selbst.