Der Winter naht

Heute morgen ist in Lübeck der erste Schnee gefallen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie schnell sich die Jahreszeiten plötzlich doch wandeln. Auf einmal ist die Übergangsjacke zu kalt, Fahrrad fahren ohne Handschuhe kommt gar nicht in frage und die Ohren wollen vor dem kalten Wind geschützt werden. 

Aber auch der Winter hat seine Vorzüge, wenn er nur nicht immer so lang und grau sein würde. Bei Schnee sieht die Situation natürlich ganz anders aus, die Welt wird mit einem mal leise und friedlich, überdeckt von einem dicken, weißen Mantel, wunderschön und märchenhaft.

Unablässig rieseln an einem richtigen Wintertag die Schneeflocken vom Himmel, dieses einzigartige Wunder, das die Welt zum Staunen bringt. Denn bei näherem Hinsehen sind Schneeflocken wahre Kunstwerke, bestehend aus winzigen, völlig symmetrischen Sternchen und das Faszinierendste daran: Keine Schneeflocke gleicht der anderen. Das einzige was jede gemeinsam hat, ist die Anordnung in Sechsecke. 

Zu wissen, das diese kleinen Flöckchen also nicht nur wunderschön (wenn auch nur unter dem Mikroskop sichtbar), sondern auch noch einzigartig sind, lässt mich den Schnee gleich noch toller finden. 

Und daher freue ich mich trotz Kälte, glatten Straßen und überforderten Busunternehmen bereits jetzt auf den richtigen Winter, der bestimmt bald kommt. 


Ein Herbstgedicht

Heftig fegt mir der Nordwind ins Gesicht und bewegt die See, überall tobt die Gischt, klatscht an Felsen und Steine, fegt übers Wasser wie stürmender Schnee.

Ich atme tief ein und genieße das Aufbäumen der Natur, vorbei ist der Sommer, heftig hinweggefegt von Wald und von Flur. So stark, ja so mächtig diese Naturgewalten, es ist an der Zeit sich den Hut wieder am Kopf festzuhalten.

Die Herbststürme toben wie ein wütender Mob durch die Luft, reißen die bunten Blätter aus den Baumkronen, in den Wäldern liegt ein herbstlicher Duft. Es riecht nach Astern, Chrysanthemen und Pilzen, viele bleiben lieber zu Hause, Start frei für die Saison zum nähen, häkeln und filzen. Kerzen um die Badewanne drapiert, hinein ins warme Nass, scheiß auf die Kohlenwasserstoffe in der Luft, wäre doch schlimm wenn man friert, nene das wäre zu krass. Die Fenster bleiben zu, die Kerzen an, der Sturm bleibt draußen, wo ist mein Mann? Vergeblich suche ich ihn, er scheint nicht zu Haus, es gibt doch Kürbissuppe zum Abendbrot, wieso geht er da noch mal raus?

Ich steh am tosenden Meer, mein Blick geht starr geradeaus, stelle mir vor wie es wär, vom Wind davon getragen in die weite Welt, einfach raus. Mit dem Herbststurm davon in ein Land meiner Wahl, in den Süden vielleicht oder ist das banal? Ein Wetter das niemals zum Jammern einlädt? Ein Wind der nicht tobt, ein seichtes Lüftchen das weht? Nein das wär nichts für mich, ich brauch die raue See. Und so wird es Zeit endlich aufzubrechen, nicht in die Welt sondern Heim, Frau und Kürbissuppe warten, danach gibt es Tee.

Pita-Brot

Dieses selbstgemachte Pita-Brot schmeckt wirklich unglaublich gut und ist ganz simple gemacht. Ihr benötigt dazu:

  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 Tasse Wasser 
  • 1 EL Salz
  • 1 Schuss Olivenöl 

Mehl und Trockenhefe miteinander vermischen, danach Salz und schließlich Wasser und Olivenöl zufügen. Alles gut durchkneten und den fertigen Teig 2-3 Stunden gehen lassen (mit Handtuch abdecken). 

Nachdem der Teig gegangen ist 

Anschließend handtellergroße Kugeln formen und diese zu dünnen Teigplatten ausrollen. Eine Pfanne auf dem Herd und den Ofen (Oberhitze, 200 Grad) erhitzen und die Brotfladen zunächst 1-2 Minuten in der Pfanne erhitzen, bis die Unterseite leicht braun geworden ist und danach sofort in den Ofen schieben. Wenn die Pitas aufgegangen sind können sie aus dem Ofen genommen und verzehrt werden. 

Dazu schmecken Dips oder man kann die Pitas auch ähnlich wie Döner mit Salat und Fleisch füllen, je nach Geschmack. 

Orientalische Hackfleischpfanne

Wenn’s mal wieder schnell gehen, aber dennoch schmack- und nahrhaft sein soll, empfehle ich euch folgendes Hackfleischgericht: 

  • 500 g Rinderhack
  • 1 Dose gehackte Tomaten 
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Paprika (rot) 
  • 2 Tomaten 
  • Salz, Pfeffer und das wichtigste Gewürz: 7 Gewürze-Mischung (gibt es in jedem gut sortierten Türkischen/Arabischen Markt)

Die gehackten Zwiebeln und das Hackfleisch in etwas Öl/Butterschmalz anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach Paprika zufügen, dann Tomaten und gehackte Tomatendose hinzugeben, alles einige Minuten vor sich hin köcheln lassen und schließlich kräftig mit dem 7 Gewürze-Mix abschmecken. 

Dazu schmeckt Reis, Couscous oder auch Kartoffeln und ganz wichtig bei arabischen Gerichten: Naturjoghurt. 

Wanderweg zum Skandinavienkai

Es gibt in Lübeck & Umgebung unzählige schöne Wanderwege, die ich euch nach und nach gerne alle vorstellen möchte. Heute sind wir in den Lübecker Stadtteil Kücknitz gefahren, genauer gesagt zur Stülper Huk (-> den Begriff findet Google Maps). Das nachfolgende Foto sagt eigentlich schon alles über diesen bezaubernden Ort was man wissen muss, aber für diejenigen, die gerne noch ein paar mehr Informationen haben möchten, bitte schön:

Die Stülper Huk liegt im Naturschutzgebiet des Dummersdorfer Ufers, im Unterlauf der Trave. Aber was ist eigentlich eine Huk? Huk ist Seemannssprache und bezeichnet eine Landzunge, die einen Küstenverlauf unterbricht.

Die Stülper Huk

Von dort startet jedenfalls unsere Wanderung und im Prinzip müsst ihr einfach nur der kleinen pinken Blume folgen (die Tour heißt Dummersdorfer Feld), die im Verlauf des Weges immer mal wieder einen Baumstamm ziert. Es geht die ganze Zeit an der Küste entlang, eingebettet in die hohen Bäume und Sträucher des Naturschutzgebietes. Quasi ein Waldspaziergang am Wasser.

Nach ca. 6 Kilometern erreicht ihr dann den Skandinavienkai und mit ihm einen Aussichtsturm, auf dem sich eine kleine Rast anbietet.

Da es ein Rundwanderweg ist geht danach nicht wieder den Weg, den ihr zuvor gekommen seid zurück, sondern biegt vom Turm kommend rechts ab und folgt dem Mähen der Schafe (die aber vermutlich hin und wieder den Platz wechseln, also folgt ihnen besser doch nicht 🙂 )

Von dort seid ihr dann auch schon wieder auf dem Rückweg und könnt noch ein bisschen die Natur genießen. Alles in allem dauert diese Wanderung ca. 3 Stunden, es sind ungefähr 10 Kilometer zu laufen und daher für uns ein perfekter Sonntagsspaziergang.

Es gibt in diesem Gebiet aber natürlich auch noch andere Wanderrouten oder ihr könnt die Wege auch einfach verkürzen, einen kleinen Einblick dazu seht ihr hier:

Viel Spaß 👫

Das Stichwort heißt Entschleunigung

Wie oft nehmt ihr euch im Alltag bewusst Zeit für euch selbst? Wie oft nehmt ihr euch dann wiederum Zeit für Andere, sei es im Beruf oder in der Freizeit? 

Ich denke bei den meisten von uns ist die Waage ziemlich unausgeglichen, das schwerere Gewicht liegt eindeutig auf der Seite der Anderen. Oft lässt sich das auch gar nicht vermeiden, jeder hat Termine, Vereinbarungen, Verabredungen usw. ohne die der Alltag nicht funktioniert. Oder doch? 

Zur Entschleunigung des Alltags würde ich mir hin und wieder einfach mal meinen Kalender schnappen und schauen, welche Aktivitäten (abgesehen von den beruflich Verpflichtenden natürlich) mir eigentlich wirklich Spaß machen und welchen Aktivitäten ich nur noch aus Routine oder anderen Menschen zuliebe nachgehe. Und hier muss dann auch mal konsequent der Rotstift angesetzt werden, denn ein bisschen mehr Me-Time ist eine Bereicherung für jeden von uns.

Wie soll man sonst auch jemals die höchste aller Bedürfnisstufen -die Selbstverwirklichung- erreichen, wenn vor lauter Alltagsrumgehetze gar keine Zeit mehr bleibt, sich zu fragen, was will ich eigentlich? Was macht mir von Herzen Freude und wie würde ich mich gerne verwirklichen?

Natürlich darf man auch mit den kleineren Dingen zufrieden sein und muss nicht immer gleich nach den Sternen greifen, vor allem wenn man noch gar nicht weiß, welcher eigentlich der richtige Stern für einen ist und wie man ihn dann auch noch erreichen kann. Daher reicht es auch, manchmal einfach nach Hause zu kommen und nur für sich selbst ein gesundes, leckeres Essen zuzubereiten, um dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun und mal nur seinem eigenen Geschmack zu folgen. Danach ein Buch lesen, in der Badewanne entspannen – die Klassiker eben, die uns runterbringen, bei denen wir uns rundum wohlfühlen und die oftmals leider viel zu kurz kommen.

Wann seid ihr das letzte mal nur um eurer selbst Willen planlos durch die Gegend gelaufen, einfach so, ohne Termin und Ziel, nur weil euch grade danach war und die Sonne schien? Wann seid ihr das letzte mal einen ganzen Tag nur euren eigenen Bedürfnissen und Wünschen gefolgt ohne Rücksicht auf euer Umfeld? 

Falls ihr euch diese Fragen nicht beantworten könnt, wird es mal wieder Zeit euch selbst mehr Beachtung zu schenken und den Fokus auf die eigenen Bedürfnisse zu legen. Also los, Termine streichen, durch Ich-Zeit ersetzen und damit happy sein.

Hier noch ein paar Entschleunigung-Tipps für die Küstenkinder unter euch oder solche die es werden wollen:


Muscheln sammeln und danach bei Pinterest nach Bastelideen suchen.

Im Sand liegen, Augen schließen und dem Wellenrauschen lauschen.
Vorbeiziehende Schiffe beobachten und sich an Deck träumen.
Bis zu den Knöcheln barfuß im Meer entlang spazieren.
Drachen steigen lassen am Strand.
Bilder in den Sand malen.
Eine Sandburg bauen.
Möwen füttern.
Durchatmen.

Arbeitsweg

Auf dem Rad 🚲 

Mein morgendlicher Weg zur Arbeit ist sehr idyllisch. Der Sommer war so wunderbar, dass ich quasi jeden Tag seit Mai mit dem Rad zur Arbeit fahren konnte. Wenn man morgens in etwa zur gleichen Zeit losfährt, begegnet man auch meist immer den gleichen Menschen auf dem Radweg. Um festzustellen, ob ich früh oder spät dran bin, benötige ich schon lange keine Uhr mehr, denn je nachdem auf welchem Teil der Strecke ich der Oma mit dem E-Bike, dem pummeligen, blonden Schulmädchen oder der jungen Frau mit der Blumengirlande am Lenkrad begegne, weiß ich in etwa, wie viel Uhr es grade sein muss.

In diesem Punkt kann man sich eigentlich landesweit immer auf die Deutschen verlassen. Es gibt so viele Menschen, die es tatsächlich schaffen, jeden Tag zu genau der gleichen Zeit bei der Arbeit zu sein (+/- 3 Minuten Abweichung maximal). Ich bin da eher gelassen und spontan, manchmal müssen es einfach noch ein paar Minuten länger im kuscheligen Bett sein und grade jetzt, wenn es dann doch langsam kälter wird und die Sonne morgens immer später aufgeht, hält sich die Motivation, das Bett zu verlassen, erst mal in Grenzen. Aber hilft ja nix, wenn die Arbeit ruft müssen wir los.

Und wenn man sich dann erst mal aus dem Bett bewegt, geduscht und gefrühstückt hat, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus, insbesondere dann, wenn einen die Natur mit so einer Herbstkulisse erwartet. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Arbeitstag 🙂


5 Lübecker Lieblingsorte

Lübeck ist eine schöne Stadt und die Lage ist fantastisch. Bei guter Verkehrslage bin ich von meiner Haustür aus in 52 Minuten in der Hamburger City, in 20 Minuten am Strand oder auch am wunderschönen Ratzeburger See. Aber man braucht gar nicht unbedingt in die Ferne schweifen, denn Lübeck selbst hat viele tolle Ecken zu bieten, die eine umfangreiche Freizeitgestaltung ermöglichen:

Lieblingsort 1: DIE WAKENITZ

Der Fluss fühlt sich schon fast wie ein guter Freund an, der immer da ist, wenn ich mal raus muss und mit dem sich eine Menge erleben lässt. Im Sommer dient er den Lübeckern als Naturfreibad, irgendwer zieht immer seine Bahnen im kühlen Nass. Da es kaum Strömung gibt, ist ein gefahrloses Schwimmen problemlos möglich. Wir springen meistens von unserem kleinen Ruderboot aus ins Wasser, das in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung bei einem der zahlreichen Segel- und Wassersportvereine liegt. Die Wakenitz vom Wasser aus zu genießen ist super und wer kein eigenes Boot hat, kann sich an der Moltkebrücke vom Kajak bis zum Elektroboot alles ausleihen. Mit viel Zeit und Power könnt ihr es dann sogar bis zum Ratzeburger See schaffen (je nach Startpunkt zwischen 12-15 Kilometer). Auf dem Weg dorthin wird es an vielen Stellen sehr idyllisch, die Wakenitz wird schließlich nicht umsonst Amazonas des Nordens genannt. Unterwegs gibt es viele Möglichkeiten einfach mal anzulegen und ein kleines Picknick zu genießen, während man die Natur auf sich wirken lässt und durchatmet.

Im Winter dient die Wakenitz bei kälteren Temperaturen dann noch als riesige Eislaufbahn, auch das ist eine wunderschöne Freizeitbeschäftigung in Mitten der Natur. 


Lieblingsort 2: DER SCHULGARTEN

Der Schulgarten ist ein öffentlicher botanischer Garten, der im Stadtteil St. Jürgen liegt und den ich unheimlich gerne besuche. Der Garten liegt inmitten des Naherholungsgebietes an der Wakenitz – und heißt so, weil ursprünglich (nach Plänen von 1913) Schulkinder durch eigene gärtnerische Arbeit mit der Pflanzenwelt vertraut gemacht werden sollten. Biologieunterricht live und in Farbe war das Ziel.

Der Not begründet wurden während der beiden Weltkriege auf einem Großteil der Flächen dann aber zunächst Gemüse und Kartoffeln angebaut – eine willkommene Ergänzung des damals knappen Nahrungsangebotes.

In der Nachkriegszeit wurde das Gelände aber wieder als Schul- und Schaugarten hergerichtet und kann seitdem von Besuchern – kostenlos – besichtigt werden. Schulklassen kommen auch weiterhin zum Unterricht im Freien in den Garten, und auch die Kindergarten-Kids lernen hier schon erste Pflanzen kennen. Es gibt daher viele kleine Beete, die den einzelnen Klassen/Gruppen gehören und die liebevoll beackert werden. 

Neuerdings gibt es auch einen kleinen Pavillon inmitten einer Wildblumenwiese, in dem es sich bei schlechtem Wetter herrlich aushalten lässt und sogar kostenlose Bücher zur Verfügung stehen. 

Zudem finden regelmäßig besondere Veranstaltungen im Schulgarten statt und ein kleiner Kiosk, in dem es neben Kaffee und Kuchen auch kleine deftigere Mahlzeiten zu kaufen gibt, ergänzt das kleine Paradies. 

Wer dem Schulgarten einen Besuch abstatten will, sollte sich allerdings beeilen, da die Saison nur von Mai-Oktober geht und der Garten sich ab November dann erst mal in den Winterschlaf verabschiedet. 


Lieblingsort 3: DIE ALTSTADTINSEL

Natürlich muss auch die UNESCO-Weltkulturerbe Lübecker Altstadt einen Platz in meinem Ranking finden. Es gibt so unzählig viele kleine Gänge, blumenprächtige Hinterhöfe und verwinkelte Gassen. Meine Lieblingsstraße, wie sollte es anders sein, ist natürlich die Hüxstraße. Hier könnt ihr viele kleine Läden finden, die handgemachte Unikate und seltene Schmuckstücke anbieten oder aber auch urige Kaffeehäuser und kleine Restaurants. In der Hüxstraße finden auch regelmäßig Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel das Sommerfest oder das Hanse-Kultur-Festival. Aber natürlich ist das nicht die einzige schöne Straße der Altstadt. Dazu werde ich allerdings noch mal einen gesonderten Beitrag machen, daher hier nur ein kurzer Einblick. 


Lieblingsort 4: MUSEUMSHAFEN

Immer wieder schön, ein abendlicher Spaziergang entlang des Museumshafens. Dieser liegt an der Untertrave zwischen der MuK (Musik- und Kongresshalle) und der Drehbrücke. In der Winterzeit werden die wunderschönen alten Schiffe die dort liegen mit Lichterketten beleuchtet – urschönes maritimes Flair. 


Lieblingsort 5: DAS LAUERHOLZ

Eine Oase der Ruhe inmitten der Stadt ist dieses Waldgebiet an der Arnimstraße. Auf zahlreichen Wanderwegen kann man leicht den ganzen Tag im Lauerholz verbringen. Es gibt einen Weg für Fußgänger und direkt daneben einen für Pferde, denn dieser Wald wird viel und gerne vom benachbarten Lübecker Reitverein genutzt. 

Der Wald gilt als einer der größten und ältesten zusammenhängenden Eichengebiete Nordeuropas und auch viele Tiere sind im Lauenholz beheimatet. So haben wir bei unseren Spaziergängen schon jede Menge Rehe gesehen, aber auch Wildschweine, Füchse und Hasen fühlen sich hier sehr wohl. Eine der schönsten Stellen ist ein Platz an der Medebek, die als Fließgewässer das Lauerholz durchquert und im Schellbruch in die Trave mündet. Ein wildromantischer Ort, bei dem man sofort an das ein oder andere Märchen denken muss. 

Schokokuchen mit Äpfeln

Zutaten für einen Kuchen:
. 125 g Butter oder Margarine
. 125 g Zucker
. 1 Packung Vanillezucker
. 2 Eier
. 200 g Mehl (am besten Dinkel oder Vollkorn)
. 1/2 Packung Backpulver
. 1 kleine Tasse Milch
. 2-3 Esslöffel Kakaopulver
Variabel nach Geschmack:
. Äpfel, Birnen, Wildbeerenmix, Kirschen…
. Haselnusskrokant oder andere Nussvariationen

Zubereitung:

Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig schlagen, danach Eier zugeben und zu einer schaumigen Masse verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zufügen. Milch nach Bedarf zusammen mit dem Kakao (Back- oder Trinkkakaopulver) unterrühren. 

Danach kann der Grundteig beliebig mit Früchten, Nüssen etc. verfeinert werden. 

Ab in die gefettete Form und dann in den Ofen. Bei 180 Grad Umluft ca. 30 Minuten backen. 

Guten Appetit 🙂 

                        

Die Sprache der Bäume

Die deutschen Wälder umfassen circa 32 Prozent der Gesamtfläche unseres Landes. Die Deutschen lieben ihre Wälder und beschützen diese auch mit großer Ernsthaftigkeit, was erst jetzt wieder am Beispiel des Hambacher Forsts deutlich wurde, für dessen Erhalt sogar im weit entfernten Lübeck demonstriert wurde. 

Der Wald als solcher ist ein Rückzugsort für Menschen vor Lärm, Hektik, verschmutzter Luft und natürlich auch vor anderen Menschen. In diesem Beitrag möchte ich allerdings nicht auf die vielen positiven Effekte eingehen, die der Wald zweifelsfrei auf Seele & Gesundheit ausübt, sondern ich möchte etwas über die spannenden Netzwerke der Bäume und Pflanzen erzählen. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, was für ein unglaubliches System der Wald überhaupt ist und das die Bäume mit weltweit über 2000 Vokabeln kommunizieren können (nach bisherigen Forschungsergebnissen, vermutlich sind es noch viel mehr). 

Der Wald ist ein riesiger Organismus in dem von kleinsten Bakterien über Pilze, Pflanzen und Bäumen alles miteinander vernetzt ist. Der Wald quasselt sozusagen in einer Tour miteinander, es findet ein permanenter Nachrichtenaustausch statt und die wichtigsten Gesprächspartner sind die Pilze.

Pilze teilen sich nämlich ihr Gebiet mit den Wurzeln der Bäume und können so Kontakt mit diesen aufnehmen. Wir sehen vom Pilz – ähnlich wie bei einem Eisberg – nur den oberen Teil, den Fruchtkörper, der Rest spielt sich im Untergrund ab. Und hier wird es spannend:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass jeder Baum ein internes Kommunikationssystem besitzt, in dem die Baumkrone mit der Wurzel – der Leitzentrale des Netzwerkes – spricht und umgekehrt. Die feinen Wurzelspitzen prüfen den Boden ständig auf Nährstoffgehalt und Feuchtigkeit. Bei Trockenheit senden sie über die Wasserleitungen des Baumes hydraulische Signale nach oben, die die Blätter dann dazu veranlassen, weniger Wasser zu verdunsten. Andersrum empfängt die Wurzel beispielsweise bei einem Schädlingsbefall eine entsprechende Benachrichtigung von oben. 

Die Wurzeln im Boden wachsen wie die Äste der Krone, aber wenn die Wurzelspitzen durch Bodenstoffe erkennen, dass Verwandte in der Nähe sind, stellen sie das Wachstum in diese Richtung ein, damit die Artgenossen genug Platz bekommen. 

Wenn die Bäume nun aber über größere Distanz miteinander reden wollen, brauchen sie Helfer: Die Pilze. Pilze spinnen ein unterirdisches Netz aus dünnen Fäden, die kilometerlang sein können und die Wurzeln der Bäume umhüllen. Der Pilz liefert dem Baum auf diese Weise Stickstoff und Phosphor und erhält im Gegenzug Zucker aus der Photosynthese. 

Das Geflecht der Pilze kann ganze Wälder vernetzen, deswegen nennen die Forscher es auch das Wood-wide-web, das Internet des Waldes. 

Bäume erfahren dadurch, ob es anderen Bäumen gut geht oder ob sie Hilfe benötigen. Außerdem wird der eigene Nachwuchs über das Pilznetzwerk versorgt. Ähnlich wie bei Menschen oder Säugetieren gibt der Mutterbaum seinem Kind Nahrung, hier in Form von Zucker, nur das ein Dritter -der Pilz- sozusagen beim säugen hilft. Ohne dieses System könnten die Jungbäume nicht überleben. 

Niemals hätten sich die Wälder ohne die Kommunikation mit den Pilzen so weit verbreiten können, vielleicht hätte der deutsche Wald auch so manchen Klimawandel nicht überstanden. 

Faszinierend oder?