Mein zauberhaftes Wien

Wie bereits angekündigt, folgt nun ein Lobgesang auf Wien bzw. einfach ein paar Ideen und Tipps für euren Ausflug dorthin. Als ich das erste Mal in Wien war, konnte ich meine Begeisterung für diese Stadt nur schwer in Zaum halten. So viele Ecken zeigen den Reichtum vergangener und neuer Zeiten, fast jeder Winkel trumpft mit einem anderen prächtigen Bauwerk.

Besonders bei Nacht lohnt sich ein Spaziergang durch die Stadt, denn durch die beleuchteten Gebäudefassaden wirkt alles noch majestätischer und imposanter als es bei Tag ohnehin schon ist. Erkundet in diesem Zusammenhang Wiens Prachtboulevard, die etwa 5 km lange Ringstraße rund um die Altstadt und entdeckt dort u.a. die Hofburg, das Rathaus, das Kunst- und dem Naturhistorischen Museum, die Staatsoper und das Parlament. Steigt auf die Terrasse der Albertina (Museum f. Kunstausstellungen) betrachtet die Oper von diesem Blickwinkel aus und hört dabei klassische Musik auf dem Smartphone. Wenn ihr euren nächtlichen Rundgang beendet habt und geflasht seit von den vielen Eindrücken, geht oder fahrt zum Hotel Sofitel (Praterstraße 1) und fahrt mit dem Aufzug in den 18. Stock. Im LOFT (Restaurant und Bar) wird es aufgrund der hochpreisigen Getränke und Speisen vielleicht nur für einen Almdudler reichen, aber diesen genießt ihr dann mit Blick auf die ganze Stadt, hoch über den Prater Riesenrädern. Das ist einfach fantastisch und gibt einem ein bisschen das Gefühl von „König(in) der Welt“.

Bei Tag gibt es natürlich auch allerhand zu entdecken, eines meiner Highlights und auch eines der Hauptattraktionen ist das Schloß Schönbrunn bzw. eher die etwa 160 ha große Schloßanlage drum herum. Kaiser Franz Josef nutzte das Schloß seinerzeit als Sommerresidenz und es fäll nicht schwer sich vorzustellen, wie Sisi die wunderschönen Blumen bestaunte und zum Tee auf die Café- Terrasse und Aussichtsplattform Gloriette empor stieg. Von dort bietet sich ebenfalls ein atemberaubender Blick auf die Stadt.

Wer schöne Aussichten liebt und noch höher hinaus will, für den ist ein Spaziergang auf den Kahlenberg das Richtige. An klaren Tagen sieht man nicht nur die gesamte Stadt von oben, sondern sogar den Schneeberg, wo das Wiener Hochquellwasser herkommt. Wer den 484 Meter hohen Berg nicht selbst besteigen möchte, der erreicht den Kahlenberg bequem per Bus (Linie 38A ab Heiligenstadt über Grinzing) oder per PKW (über Grinzing und die Höhenstraße). Ich finde ja immer der Weg ist das Ziel und würde mir auf keinen Fall das Wandern durch die anliegenden Weinberge entgehen lassen. Oben angekommen darf man sich dann auch gerne ein Eis oder Kaffee und Kuchen gönnen, während einem die Stadt zu Füßen liegt.


Was bei einem Wienbesuch natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein Besuch des Praters. Der Wiener Prater hat von März bis Oktober Saison und bietet allerhand Freizeitaktivitäten, allen voran natürlich die unzähligen Fahrgeschäfte. Wo ich grade schon mal bei schönen Aussichten war, eine Fahrt mit dem Riesenrad bietet diese erneut. Aber der Prater beinhaltet ja nicht nur den Vergnügungspark, er ist grundsätzlich ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsgebiet, mit vielen Sportanlagen und Grünarealen, wo grade am Wochenende viele Wiener gern ihre Freizeit verbringen.

Ein ebenso beliebter Treffpunkt und Naherholungsgebiet ist die Donauinsel, ein 21 km langer Landstreifen zwischen alter und neuer Donau. Die Donauinsel bietet sich perfekt für Fahrradtouren an, aber auch zum grillen und chillen. Vom Stadtzentrum erreicht ihr die Donauinsel in wenigen Minuten mit den U-Bahn-Linien U1 und U6. Bei heißen Temperaturen findet ihr unzählige Badebuchten mit flachen Stränden sowie Wild-Badeplätze oder wer Action liebt, kann Wasserski ausprobieren oder surfen. Der Blick auf die Wiener Skyline tut sein übriges, nicht umsonst ist die Donauinsel das beliebteste Naherholungsgebiet der Wiener.


Nun ist es aber an der Zeit, sich mal dem Thema Essen in Wien anzunehmen. Ein Besuch auf dem Naschmarkt, sollte auf jeden Fall ein eigener Programmpunkt sein. Einfach mit der U4 bis zur Haltestelle Kettenbrückengasse fahren und schon seid ihr auf dem größten Markt der Stadt. Hier werden neben Obst, Gemüse, Backwaren und Fleisch vor allem internationale Leckereien gehandelt, deren Verkäufer an den zahlreichen Ständen zum naschen einladen. Ein Sprichwort besagt „Was es auf dem Naschmarkt nicht gibt, das braucht man auch nicht“, kulinarisch gesehen ist das Angebot also wirklich riesig. Von persischen Granatäpfeln, über orientalische Gewürze oder frischem Fisch kann man hier nahezu alles zu einem humanen Preis erwerben. Auch lässt es sich auf dem Markt in einem der zahlreichen Kaffeehäuser gut frühstücken. Da der Naschmarkt in den Sommermonaten oftmals bis Mitternacht geöffnet hat, bleibt auch allerhand Zeit zum flanieren und probieren.

Nicht nur auf dem Naschmarkt könnt ihr den ein oder anderen Gaumenschmaus erleben, auch in den unzählige Cafés und Restaurants gibt es viel zu entdecken.
Ein weiteres Highlight ist die Brasserie Palmenhaus. Das Palmenhaus befindet sich am Rande des Burggartens in der Nähe der Österreichischen Nationalbibliothek. Während meines Wienaufenthalts letzte Woche war ich mit meiner Mutter dort zum frühstücken. Wie der Name Palmenhaus schon sagt, findet man in den 15 Meter hohen Räumlichkeiten nicht nur ansprechendes Inventar, sondern auch eine üppige Pflanzenvielfalt mit bis zu 10 Meter hohen Palmen. Es gibt eine abgetrennte Glaswand, hinter der sich das Schmetterlingshaus befindet und die Schmetterlinge lassen sich auch vom Frühstückstisch aus herrlich beobachten. Von der riesigen Terrasse – die im Sommer bereits früh morgens sehr gut besucht ist – hat man einen wunderschönen Blick über den Burggarten und kann bei gutem Wetter Pärchen auf Picknickdecken und Kinder beim spielen im Park beobachten. Ich habe mich vor Ort für das Palmenhausfrühstück entschieden, bestehend aus Bio-Rührei mit Ziegenfrischkäse, Semmel, hausgemachter Marmelade, einem Mangosmoothie mit Honigcracker und Biovollkornbrot. Zwar hatte dieses Frühstück den stolzen Preis von 12,50 Euro (ohne Kaffee), aber die Atmosphäre und die Qualität der Produkte verdienen den Betrag auch irgendwo und man gönnt sich ja sonst nichts. Außerdem ist Urlaubszeit Verwöhnzeit.



Für die Tatortliebhaber unter euch habe ich zum Schluss diesen Beitrags noch eine ganz besondere Empfehlung: Besucht am Sonntag das Kino in der Rahlgasse 1 oder in der Margaretenstraße 24, wo ihr den Klassiker kostenlos um 20.15 Uhr verfolgen könnt und sogar eigene Fressalien mitbringen dürft. Es empfiehlt sich allerdings mindestens zwanzig Minuten früher da zu sein, da der Tatort viele Fans hat 🙂

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